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Sachstand / Aktuelles

Private Modernisierung

Erfreulicherweise konnten zu diesem frühen Zeitpunkt der Gesamtmaßnahme bereits verhältnismäßig viele private Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt bzw. vorbereitet werden. Inzwischen liegen über 35 konkrete Anfragen bzw. Anträge vor. Bislang wurden 24 Modernisierungs- und Instandsetzungsverträge mit einem Volumen von ca. 1,38 Mio. € an förderfähigen Kosten geschlossen. Somit wurde bereits eine Fördersumme von rund 440.000 € vertraglich gebunden. Bei bereits 18 schlussgerechneten Maßnahmen wurden ca. 195.000 € an Fördermitteln ausgezahlt. Weitere Anfragen und Anträge werden derzeit bearbeitet.

Neben kleineren Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wurden viele energetische Maßnahmen (z.B. Fenster-, Fassaden- oder Dachsanierungen) sowie einige durchgreifende Sanierungen durchgeführt. Teilweise befinden sich diese derzeit noch in der Umsetzung.

Erschließungs- und Infrastrukturmaßnahmen

Ziel im Sanierungsgebiet ist es, im öffentlichen Raum eine einheitliche und wiederzuerkennende Gestaltung zu entwickeln. Zu diesem Zweck soll eine Rahmenvereinbarung mit einem Generalplaner geschlossen werden. Dafür wurde unter Mitarbeit eines externen Beraters eine europaweite Ausschreibung durchgeführt. Im Ergebnis konnte sich das Celler Ingenieursbüro Heidt + Peters durchsetzen. Dieses wird, je nach Verfügbarkeiten der Haushaltmittel sowie der durch Bund und Land bewilligten Fördermittel, die Planungen für die im Rahmenplan für das Sanierungsgebiet Neuenhäusen festgelegten Erschließungsmaßnahmen übernehmen (Hinweis: das Ergebnis der Ausschreibung stand erst nach der Arbeitskreissitzung fest).

Zur Breiten Straße gibt es keinen neuen Sachstand. Die Entscheidung des Ministeriums steht noch aus.

Im Zuge eines gesamtstädtischen Programms zur gestalterischen und klimaangepassten Aufwertung städtischer Kreisverkehre sollen auch zwei Kreisverkehre im Sanierungsgebiet Neuenhäusen überarbeitet werden: der Kreisverkehr in der Jägerstraße und der Kreisverkehr in der Wiesenstraße. Dabei sollen das Konzept der Schwammstadt berücksichtigt sowie die ökologische Wertigkeit dieser Freiflächen gesteigert werden.

Im Bereich des Fuhserandweges, der das Sanierungsgebiet in Ost-West-Richtung durchzieht, soll im Rahmen der Gesamtmaßnahme Neuenhäusen hochwassertechnisch ertüchtigt und gestalterisch aufgewertet werden. Dazu wurde ein Ingenieurbüro beauftragt, das neben den Hochwasserplanungen auch städtebauliche und freiräumlich-gestalterische Ansätze ausarbeitet. Bei Hochwasserplanungen handelt es sich um zumeist langwierige Verfahren. Ziel ist es daher in Abstimmung mit dem Hochwasserschutz bereits frühzeitig gestalterische Maßnahmen umzusetzen, die sich nicht förderschädlich auf die Hochwasserschutzplanungen auswirken.

Neuordnung von Brachflächen

Die Gewerbehallen auf dem ehemaligen Itag-Gelände konnten zum großen Teil wieder in gewerbliche Nutzung gebracht werden.

Auf dem ehemaligen Stadtwerkegelände in der Fuhsestraße finden derzeit vorbereitende Maßnahmen für die anstehende städtebauliche Entwicklung statt. Aufgrund der komplexen Gemengelage in einem urbanen Umfeld ist mit einem längeren Umsetzungshorizont zu rechnen, ggf. auch in mehreren Realisierungsabschnitten. Derzeit wird insbesondere das Thema der Bodensanierung durch den Eigentümer forciert.

Für das Gebiet zwischen der Jägerstraße und der östlichen Kirchstraße (sogenanntes Botan-Gelände) wird derzeit ein Bauleitplanverfahren durchgeführt. Aufgrund der aktuellen Welt- und Marktlage ruht das Projekt derzeit seitens des Investors, um Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren.

Gemeinbedarfs- und Folgeeinrichtungen

Die Ertüchtigung des Bestandsgebäudes der Celler Tafel in der Uferstraße hat für die Stadt Celle eine besondere Bedeutung, da es sich um eine Gemeinbedarfseinrichtung handelt. Für das Gebäude wurde eine Modernisierungsvoruntersuchung (ModVU) durchgeführt, in deren Ergebnis ein erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt wurde. Für die Modernisierung und Instandsetzung des Bestandsgebäudes sollen neben Städtebaufördermitteln auch anderweitige Fördermittel akquiriert werden.